„Musik tut der Seele gut“
Zum Gedenken an unseren Chorleiter Knut Furthmann
Mit großer Trauer müssen wir Abschied nehmen von unserem lieben Chorleiter Knut Furthmann, der am 17. Januar 2026 verstorben ist. Knut war für uns weit mehr als ein musikalischer Leiter. Er war Begleiter, Zuhörer, Motivator und Freund. Mit großem Engagement, mit Feingefühl und mit einem unermüdlichen Anspruch an sich selbst hat er unseren Chor über viele Jahre geprägt, geleitet, entwickelt. Er hat uns gefordert und gefördert, uns musikalisch wachsen lassen und uns immer wieder neu begeistert: für neue Lieder, neue Projekte und neue Auftrittsorte. Dabei überließ er nichts dem Zufall. Proben, Auftritte und Konzerte waren von ihm mit großer Sorgfalt vorbereitet. Seine hohe Professionalität verband er mit Bescheidenheit, Herzlichkeit und unerschütterlichem Optimismus.
Knut war ein sensibler, empathischer und lebensfroher Mensch. Harmonie lag ihm besonders am Herzen – musikalisch wie menschlich. Der Blickkontakt während des Singens war ihm wichtig, weil er darin die Verbindung zwischen Musik und Gemeinschaft sah. Wenn es uns gut ging, ging es auch ihm gut. Oft sagte er: „Musik tut der Seele gut.“ Diese Haltung hat unsere Chorarbeit geprägt, vor allem aber unsere Gemeinschaft wachsen lassen. Viele von uns erinnern sich auch an seinen Charme, seine Wärme und seine große Menschenkenntnis. Trotz gesundheitlicher Belastungen stellte er das Wohl des Chores stets an erste Stelle. Seine Chorfrauen lagen ihm sehr am Herzen – und er wusste, dass auch wir ihn sehr schätzten.
Wir vermissen Knut sehr. Seine Musik, seine Worte und seine Persönlichkeit werden uns immer begleiten. Alles, was Knut aufgebaut hat, werden wir in Ehren halten und weiterführen. Wir proben weiter und werden auch künftig Konzerte gestalten. Wir singen, weil es uns Freude macht und weil wir eine liebevolle Gemeinschaft geworden sind. Daran hat Knut einen großen Anteil.
Knut hat nicht nur Musik gelebt, sondern seine Gedanken auch in Gedichten festgehalten. Mit einem seiner Texte möchten wir ihn zum Abschluss selbst sprechen lassen.
Vorfreude
Und morgen solche frohen Damen
Im Dirigentenraum zu haben,
ist eine Wonne, welch ein Glück.
Kommt schnell und eilet nicht zurück.
Lasst hell die Stimmen laut erklingen,
es wird ein frohes, kluges Singen.
Nach einer Stunde voller Lust,
ergreift ein Jubel eure Brust.
War auch der Tag voll Müh und Wut,
das Singen tut der Seele gut.
Stimm ein und lege dich ins Zeug,
nicht irgendwann, nein bitte heut.
Und wisse, sag es dir ganz still:
Ich kann es, ich bin klug, ich will!
Schlag dich mit all den Tönen rum,
es ist für dich ein Gaudium.
Wenn es dann himmlisch froh erklingt,
ein Seufzer aus dem Herzen rinnt.